Personalabbau darf sensible Bereiche nicht betreffen

 

Die Vorsorge von heute verhindert die Sorgen von morgen. Investitionen in Prävention sind die Kostenersparnisse der Zukunft. Daher liegt es für uns als SPD auf der Hand, dass in sensiblen Bereichen, die präventiv wirken, trotz angespannter Haushaltslage nicht gespart werden darf. Wirtschaftlich betrachtet führt dies in der Zukunft zu noch größeren Problemen. Menschlich betrachtet müssen wir dafür sorgen, dass Menschen in Problemlagen Hilfe bekommen, damit sich ihre Lage nicht verschlechtert und sie im schlimmsten Fall in einer Abwärtsspirale landen.

Ein ganz wichtiger Baustein in diesem Zusammenhang ist für uns die Schulsozialarbeit. Die Paderborner Schulen verfügen derzeit über 28,5 Vollzeitstellen für schulbezogene Sozialarbeit. Erst am 5. März hat der Jugendhilfeausschuss dies im Rahmen der Haushaltsberatungen bestätigt, diese Stellen sollen erhalten bleiben, hier darf nicht gekürzt werden! Die Schulsozialarbeiter leisten unverzichtbare Arbeit bei Beratung von Kindern und Jugendlichen, leisten Präventionsarbeit, einen wichtigen Beitrag zum Kinderschutz und so vieles mehr. Ohne sie würden die Problemlagen noch viel drängender und die Arbeit des Jugendamtes noch umfangreicher. Ihre Stellen müssen dauerhaft finanziert werden und sollten auch mit unbefristeten Arbeitsverträgen verbunden sein – auch das hat der Jugendhilfeausschuss im März beschlossen.

Irritationen gab es aufgrund eines Beschlusses, den CDU, SPD, FDP-FBI-Volt mitgetragen haben. Der Auftrag an die Verwaltung lautete, bis zum Jahresende drei Prozent des Personalbudgets einzusparen. Die Ausgestaltung dieses Beschlusses oblag der Verwaltung – also, wo genau die Stellen eingespart werden sollten. Klar war für uns, dass dies nicht in den sensiblen Bereichen geschehen soll. Das haben wir auch noch einmal deutlich gemacht, es wird vorerst keine Einsparungen bei der Schulsozialarbeit geben. Fakt ist allerdings leider auch: aufgrund der drohenden Haushaltssicherung, die in den nächsten zehn Jahren Einsparungen von 60-80 Millionen Euro erfordert, wird ein großer Ausbau des präventiven Bereiches nicht zu erwarten sein. Wir werden uns dafür einsetzen, dass Menschen, die in unserer Stadt Hilfe benötigen – sei es in der Schulsozialarbeit oder in den Beratungen und Leistungen der freien Träger – diese auch bekommen!