Kulturelle Veranstaltungen auch in Zukunft ermöglichen

, , , , ,

SPD zu den Vorschlägen für einen Kulturwinter

Die SPD unterstützt Überlegungen, nach dem Paderborner Kultursommer auch in den Wintermonaten Veranstaltungen im Rahmen eines “Kulturwinters” zu ermöglichen. Jenseits der vom städtischen Kulturamt bereits vorgelegten Planungen für 2020/21 sei es durchaus sinnvoll, weitergehende Überlegungen für die Durchführung kultureller Programme anzustellen. Aus Sicht der Paderborner SPD sind hierzu allerdings zügig entsprechende Beratungen und Entscheidungen der politischen Gremien erforderlich. „Unstrittig ist, dass die aktuelle Pandemie den Kunst- und Kulturbetrieb in besonderer Weise trifft und dass ergänzende kulturelle Veranstaltungen in Paderborn auch zukünftig realisiert werden müssen. Angesichts der derzeitigen Bedingungen sind anstelle von Riesenevents sicherlich allenfalls kleine Veranstaltungen denkbar. Wichtig für uns ist aber auch, dass die Planungen mit und für die lokalen Akteure aus Kunst und Kultur stattfinden, mit dem Kulturamt abgestimmt werden und eine Finanzierung nicht zu Lasten von künftig geplanten Projekten erfolgt“, so SPD-Ratsherr Carsten Büsse.

Wichtig für uns ist aber auch, dass die Planungen mit und für die lokalen Akteure aus Kunst und Kultur stattfinden, mit dem Kulturamt abgestimmt werden und eine Finanzierung nicht zu Lasten von künftig geplanten Projekten erfolgt

Als einen ersten Schritt für die Umsetzung von Überlegungen zu einem „Kulturwinter“ schlägt die SPD zudem vor, im Rahmen des Weihnachtsmarkts kurzfristig kleinere kulturelle Veranstaltungen unter Einbeziehung lokaler Künstler und der freien Kulturszene zu organisieren und anzubieten. „Ein kulturelles Beiprogramm und Kleinkunst-Inszenierungen, wie z.B. in Analogie zu den Angeboten auf dem Franz-Stock-Platz im Rahmenprogramm von Libori, werten sicherlich den Weihnachtsmarkt auf und bereichern ihn um eine nicht unbedingt übliche Facette“, so Büsse. Der SPD zufolge würde dies sicherlich auch den Vorstellungen der Initiatoren des Paderborner Kultur-Soli entgegenkommen und die Kunstschaffenden vor Ort unterstützen. Ein derartiges Format entspreche dem Konzept kleinerer Veranstaltungen, finde außerhalb geschlossener Räume statt und lasse sich zweifelsohne auch unter Wahrung von Corona-Anforderungen organisieren.

SPD Fraktion wählt Fraktionsspitze

, ,

Franz-Josef Henze wird auch in Zukunft die Fraktion führen, unterstützt von Julia Lakirdakis-Stefanou

In einer Sitzung der neuen Fraktion der SPD im Rat der Stadt Paderborn wählte diese am 28. September den bisherigen Fraktionsvorsitzenden Franz-Josef Henze erneut in dieses Amt.

Es stehen für unsere Stadt viele wichtige Themen an, die wir als SPD in konstruktiver Oppositionsarbeit begleiten wollen, sachorientiert und für alle Bürgerinnen und Bürger.

Ich bedanke mich für das Vertrauen der Fraktion. Ich sehe diese Wahl aber auch als Auftrag, meine langjährige Erfahrung in der Fraktions- und Ratsarbeit zukunftsorientiert einzubringen und die Fraktion als starke Stimme für die Sozialdemokratie in Paderborn auszubauen.“, so Henze. „Es stehen für unsere Stadt viele wichtige Themen an, die wir als SPD in konstruktiver Oppositionsarbeit begleiten wollen, sachorientiert und für alle Bürgerinnen und Bürger.
Wir möchten uns auf unseren Erfolgen – wie der Wohnungsgesellschaft – nicht ausruhen und weiter für eine soziale Kommunalpolitik in unserer Stadt, für die Bürgerrinnen und Bürger, für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, für das Handwerk und den Mittelstand, Ansprechpartner sein.“

Franz-Josef Henze

Julia Lakirdakis-Stefanou

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als seine Stellvertreterin wird in Zukunft die Ortsvereinsvorsitzende Julia Lakirdakis-Stefanou agieren, die erstmals als Ratsfrau dem Paderborner Rat angehören wird. „Ich bedanke mich bei Martin Pantke und
Dr. Beate Röttger-Liepmann, die in der ausgehenden Ratsperiode die Stellvertretung übernommen haben. Auf ihrer tollen Arbeit möchte ich aufbauen. Als neues Ratsmitglied freue ich mich auf die anstehenden Aufgaben und Herausforderungen und darauf, meine Ansätze einzubringen.“

Für die anstehende Ratsperiode ist die neue Fraktionsspitze über neue Formen der Zusammenarbeit zwischen den politischen Parteien gespannt. „Es ist schön, dass nun auch die CDU viel deutlicher zur Kooperation verpflichtet ist.
Es müssen nun viel öfter sachbezogene Mehrheiten gefunden wurden. Diese Themenarbeit und der Suche nach Kompromissen kann der Stadt nur guttun.“, so Henze abschließend.

 

Wegfall der täglichen Flugverbindung nach München

, , , , ,

SPD fordert Ausweitung der ICE Direktverbindung von Paderborn Hbf nach München Hbf

Die im Oktober wegfallende Verbindung der Lufthansa vom Flughafen Paderborn-Lippstadt nach München legt ein weiteres Problem für Paderborn und seine Reisenden aus Tourismus und Wirtschaft offen. Es fehlt an regelmäßig angebotenen, vernünftigen Alternativen zum  Verkehrsmittel Flugzeug in Form einer schnellen Zugverbindung. In einem Antrag für die nächste Ratssitzung fordert die SPD-Ratsfraktion den Bürgermeister und die Verwaltung auf, das Problem mit den heimischen Bundestagsabgeordneten zu erörtern und ihr Engagement in Berlin für eine bessere Zuganbindung einzufordern.

„Mit einer Fahrtzeit von 4:20 Stunden ist man mit dem ICE schnell von Paderborn aus direkt in der Münchener Innenstadt. Leider wird diese Verbindung viel zu wenig angeboten, einmal am Tag reicht nicht aus“, reklamiert SPD-Ratsherr Ulrich Koch. Ein zusätzlicher Vorteil der ICE Zugverbindung sei, dass man sich die Fahrt mit der S-Bahn vom Flughafen in die Innenstadt sparen könne. Diese dauere immerhin auch 45 Minuten, ein Aspekt, der bei vielen Flugreisenden eher selten betrachtet werde.

Mit einer Fahrtzeit von 4:20 Stunden ist man mit dem ICE schnell von Paderborn aus direkt in der Münchener Innenstadt. Leider wird diese Verbindung viel zu wenig angeboten.

„Hier und jetzt müsste eigentlich von Seiten der Stadt im Interesse aller Reisenden – auch vor dem Hintergrund der noch nicht dauerhaft gesicherten Zukunft des Flughafens Paderborn-Lippstadt – ein größeres Engagement für mehr gute Zugverbindungen erfolgen“, so Koch.

Gute Zugverbindungen im Interesse des Klimaschutzes

Eine schnelle Verbindung nicht nur nach München, sondern auch nach Hannover, Frankfurt oder Düsseldorf, garantiere allen Reisenden eine gute Anbindung von Paderborn an den internationalen Flugverkehr und eröffne Mobilitätsalternativen, die im Interesse des Klimaschutzes intensiver genutzt werden müssten. „Die Menschen sind durchaus aufgeschlossen, aber das Angebot muss stimmen. Als ersten Schritt habe ich für die SPD-Fraktion deshalb einen Antrag in den Rat eingebracht. Darin wird die Stadt aufgefordert, auf die Bundestagsabgeordneten aus Paderborn sowie aus ganz OWL einzuwirken, sich in Gesprächen mit dem Verkehrsministerium und der Bahn in Berlin für eine verstärkte überregionale Anbindung durch die Deutsche Bahn stark zu machen “, so Koch.

Ziel müsse eine dauerhafte und sinnvolle Alternative zum Flughafen sein, die nicht zu Lasten des Nah- und Regionalverkehrs gehe. Das sei nicht nur deshalb notwendig, weil dessen Zukunft noch nicht abschließend geklärt sei, sondern auch, weil klimafreundliche Alternativen gefördert werden müssten.

Padersprinter kostenfrei nutzen

, , ,

Jeden 1. Samstag im Monat das Pilotprojekt ausprobieren und Paderborn kostenlos erkunden

Was lag näher, als den Padersprinter zu nutzen, um am vergangenen Samstag dem verdienten Bürger Helmut Pütter in Neuenbeken zu seinem 80.  Geburtstag persönlich zu gratulieren? Gesagt, getan – und an jedem 1. Samstag im Monat befördert der Padersprinter seine Fahrgäste zur Zeit kostenfrei. Ein Pilotprojekt das in den kommenden 2 Jahren läuft, von vielen Bürgerinnen und Bürgern genutzt wird, aber von dem noch lange nicht alle wissen.
Zugegebenermaßen – es ist auch Werbung in eigener Sache, um eine attraktive Alternative zur Fahrt mit dem eigenen Auto aufzuzeigen.

Die Mobilitäts- und Energiewende gelingt am besten, wenn sich ganz viele daran beteiligen und vorhandene Möglichkeiten dazu nutzen!

Der stellvertretende Bürgermeister Dieter Honervogt, CDU, und der SPD Fraktionsvorsitzende Franz-Josef Henze, werben für diesen Pilotversuch und wünschen sich, dass diese Möglichkeit der kostenlosen Nutzung allen Paderborner Bürgerinnen und Bürgern bekannt wird.
„Die Mobilitäts- und Energiewende gelingt am besten, wenn sich ganz viele daran beteiligen und vorhandene Möglichkeiten dazu nutzen!“, so beide unisono.

50 Jahre Engagement für die Mitmenschen und Neuenbeken

,

Helmut Pütter zum 80. Geburtstag

Seit 1970 ist Helmut Pütter Mitglied der SPD. Über einen Zeitraum von 37 Jahren hat er sich als Ratsherr im Paderborner Stadtrat für seine Heimatstadt engagiert. Viele Jahrzehnte hat er als Vorsitzender verschiedener Fachausschüsse die Ratsarbeit geprägt und sich als Ortsvorsteher von Neuenbeken große Verdienste um die Entwicklung des Ortes erworben. Heute am 3. Oktober feiert Helmut Pütter seinen 80. Geburtstag, ein Jubiläum, zu dem ihm die SPD-Fraktion stellvertretend für die kommunale Familie nicht nur herzlich gratuliert, sondern auch sein vielfältiges Engagement für die Mitmenschen und für die Stadt würdigt.

Langes Engagement für Neuenbeken

Mit der langen Liste der von Helmut Pütter angestoßenen und mit seiner tatkräftigen Unterstützung erfolgreich realisierten Projekte ließen sich ganze Zeitungsseiten füllen. Immer wieder hat er seine hohe fachliche und berufliche Kompetenz auf dem Bausektor sowohl in die kommunalpolitische Arbeit als Vorsitzender des Bauausschusses als auch in das ehrenamtliche Engagement für sein Dorf Neuenbeken einbringen können. Nicht zuletzt dadurch hat er sich über alle Fraktionsgrenzen hinweg Respekt und Anerkennung in Politik, Verwaltung und bei den Mitbürgerinnen und Mitbürgern erworben.

Kopf und Motor vieler Projekte

In seine Zeit als Ortsvorsteher fiel die Entwicklung von fünf neuen Baugebieten. Als Kopf und Motor gelang es ihm immer wieder, viele Mitstreiter aus dem Dorf und auch die notwendigen Mittel für Maßnahmen zu gewinnen, die Neuenbeken in den letzten Jahrzehnten lebenswerter gemacht haben. So war er  bei diesen Projekten oftmals Initiator, Bauleiter, Organisator und erster Mitarbeiter in einer Person. Beispielhaft sind die Renovierung der Glashütte zu einem modernen Industriedenkmal, der Umbau und die Erweiterung der Beketalhalle und des Feuerwehrgerätehauses sowie die Waldschule mit dem Baumhaus zu nennen.

Für sein vielfältiges gesellschaftliches und ehrenamtliches Engagement verlieh der damalige Bundespräsident Johannes Rau Helmut Pütter im Jahre 2003 das Bundesverdienstkreuz.

Bea möchte in die eigenen vier Wände

,

Aller Anfang ist schwer

Bea ist vor zwei Jahren aus dem Siegerland zum Studieren nach Paderborn gezogen. Sie hatte Glück und fand nach ein paar Besichtigungen und Anzeigen am Schwarzen Brett ein geräumiges Zimmer in einer Dreier-Wohngemeinschaft in einer schönen Altbauwohnung in der Paderborner Südstadt. Für Bea perfekt, schließlich kommt sie schnell zur Uni wie auch in die Innenstadt. Und das für eine Warmmiete von 320 Euro.
Zu Beginn fühlte Bea sich nicht wirklich wohl in Paderborn. Heimweh schlich sich bei ihr ein. Insbesondere am Wochenende kam dieses Gefühl auf, wenn zahlreiche Kommiliton*innen sich gemeinsam mit ihrer Schmutzwäsche zurück in das „Hotel Mama“ begaben. Doch ihre Anlaufschwierigkeiten mitsamt „verpatzten“ Prüfungen sind längst Vergangenheit. Bea ist heute eine gute und fleißige Studentin. Und weil sie sich hier nun wohl fühlt, möchte sie auch gerne in Paderborn nach ihrem erfolgreichen Bachelor ein Master-Studium anschließen.
Sie genießt ihr Studentinnenleben. Sie trifft sich gerne mit ihren Freund*innen an der Pader und zieht von dort in die Kneipen. Selbst ihre zahlreichen Freund*innen aus dem Siegerland lachen nun nicht mehr, wenn sie von „Partyborn“ spricht. Nicht umsonst besuchen sie Bea oft. Und wenn ihr Mitbewohner nun auch mal merken würde, dass sie sich in ihn verliebt hat, dann wäre Beas Leben geradezu perfekt.

Aber die nächste Hürde wartet schon

Doch auch ihr scheinbar „unperfektes“ Studierendenleben bricht zusammen, als die Vermieterin der WG wegen Eigenbedarfs kündigt. Ihr Sohn erwartet mit ihrer Schwiegertochter Nachwuchs. Daher benötigen sie nun mehr Wohnraum. Bea hat keine Verwandtschaft in Paderborn, schon gar nicht mit Immobilienbesitz. Auch wenn sie die WG-Zeit nicht missen möchte, möchte sie die Gelegenheit nutzen und nun gerne allein wohnen. Vielleicht auch, damit sie ihren Mitbewohner nicht mehr jeden Tag sehen muss.

Auch wenn es noch sechs Monate bis zum Auszug sind, begibt sich Bea bereits jetzt auf Wohnungssuche. Ihre neue Wohnung soll weiterhin zwischen dem Paderborner Zentrum und der Universität, aber auch gut erreichbar zu ihrem Aushilfsjob in einem Supermarkt liegen. Trotz Arbeit neben dem Studium möchte Bea nicht mehr als 450 Euro für ihre Wohnung ausgeben. Schließlich möchte sie sich weiterhin einen Kaffee in ihrem Lieblingscafé an der Pader gönnen. Doch solche Wohnungen sind in ihrer neuen Wahlheimat rar gesät.

Ihre Kommilitonin Kim erzählte ihr, dass der aktuelle Bürgermeister, Herr Dreier, der Meinung sei, dass Studierende vielleicht auch in Scharmede wohnen können. Mit einem Augenzwinkern wies die Kommilitonin darauf hin, dass Herr Dreier mal Bürgermeister von Salzkotten war. Für Bea war das aber der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Sie störte zuvor schon, dass die CDU nur Lippenbekenntnisse gegen rechts äußert, anstatt sich wirklich zu engagieren. Ihre Stimme bekommen der Herr Dreier und die CDU am 13.09. nun auf keinen Fall.

Bezahlbares Wohnen für Studierende – für die SPD eine Herzensangelegenheit

Liebe Bea, uns wundern deine Erfahrungen nicht. In Paderborn ist der Wohnraum knapp. Insbesondere fehlt es an Kleinwohnungen. Studentisches Wohnen ist weitgehend nur in der näheren Umgebung des Campus möglich, während Kleinwohnungen kaum bezahlbar sind. Auf Initiative der SPD ist daher im Rat der Stadt Paderborn eine kommunale Wohnungsgesellschaft gegründet und eine Quote für den geförderten Wohnungsbau festgeschrieben worden. Hierdurch wird der Mietpreis in Paderborn mittelfristig gedämpft. Damit auch studentisches Wohnen wieder erschwinglicher wird, hat die SPD Paderborn somit wichtige Schritte erfolgreich eingeleitet.

Wir sind aber noch nicht zufrieden. Wir wollen uns deshalb in der nächsten Sitzungsperiode weiterhin für die Bereitstellung bezahlbaren Wohnraums für Studierende in Paderborn einsetzen. Nicht ohne Grund favorisieren wir dafür u. a. das Gelände der früheren Kasernen.
Grund und Boden sind schließlich nicht beliebig vermehrbar. Und studentisches Wohnen ist letztlich zu wichtig, um es als Stadt mit mehreren Hochschuleinrichtungen neben dem Studierendenwerk den Interessen privater Investoren zu überlassen. Zudem wissen wir, dass eine erschwingliche Butze das Studierendenleben entspannt. Geld, das dann für weitere Lernmaterialien übrig bleibt. Oder auch mal für einen Kaffee zu zweit.

Für eine lebendige Innenstadt

,

Krise des innerstädtischen Einzelhandels

In der Paderborner Innenstadt haben in den letzten Jahren mehrere traditionsreiche Einzelhandelsgeschäfte geschlossen. Damit steht Paderborn nicht allein. Seit Jahren kämpfen auch viele andere Städte mit dem Rückgang des stationären Handels und damit auch mit der Veränderung des Innenstadtlebens. Es sind häufig die familiengeführten Läden, die schließen. Gerade sie geben den Innenstädten ihre Individualität. Wenn Leerstände entstehen, füllen oftmals internationale Handelsketten diese Lücken. Aus Sicht der SPD sollte die Vielfältigkeit des stationären Handels erhalten bleiben und als Markenzeichen eines attraktiven und lebendigen Oberzentrums auch Anreize für Besucherinnen und Besucher aus dem Umland bieten. Es ist die Aufgabe der Kommunalpolitik, die Innenstädte als lebendige Orte urbanen Lebens zu gestalten.

Was können wir tun?

Als Grund für den Niedergang des Einzelhandels wird häufig der Onlinehandel genannt. Es sind aber auch die hohen Mieten und Pachten, die vielen Geschäften das Überleben schwer machen. Im Rahmen der Stadtplanung gilt es, die Innenstadt als attraktiven Aufenthaltsort nicht nur zu erhalten, sondern auch weiterzuentwickeln. Hierzu wurden bereits einige Projekte umgesetzt, z. B. der Neue Platz, die Rathauspassage, der Domplatz und auch das Paderquellgebiet im Bereich der Paderhalle. Wir als SPD werden uns dafür einsetzen, dass weitere Maßnahmen auch in Zeiten knapper Kassen umgesetzt werden. Das betrifft den Umbau der Königsplätze, die weitere Umgestaltung des Paderquellgebietes unterhalb des Doms und die Sanierung des Franz-Stock-Platzes.

Zur Attraktivität der Innenstadt gehört auch deren Erreichbarkeit. Damit die Luftreinhaltekriterien eingehalten werden, brauchen wir eine bessere Anbindung durch den ÖPNV, eine effektivere Taktverdichtung und Tarife, die von allen bezahlt werden können.

Aufenthaltsort für Familien

Das Bild der Innenstadt ist vor allem im Sommer durch eine große Dichte der Außengastronomie geprägt. Damit gewinnt die Innenstadt ein besonderes Flair. Es lädt zum Verweilen ein und bietet die Möglichkeit, sich mit Freunden zu treffen. So attraktiv das ist – viele Menschen, besonders Familien mit Kindern, können sich die gastronomischen Angebote nur begrenzt leisten. Deshalb ist es für uns Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten wichtig, dass die öffentlichen Plätze Sitzmöglichkeiten bieten, die nicht zum Konsum zwingen. Wir werden uns ebenfalls dafür einsetzen, dass Kinder auf diesen Plätzen die Möglichkeit zum Spielen haben.

Kunst- und Kultur-Quartier Alanbrooke

,

Sind Visionen wirklich ein Grund, den Arzt aufzusuchen?

Das bekannte Zitat „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen“ wird gemeinhin dem ehemaligen sozialdemokratischen Kanzler Helmut Schmidt zugeschrieben. Aber mal abgesehen davon, ob Schmidt diesen Satz tatsächlich jemals gesagt hat, stellt sich die Frage, ob dieser Satz stimmt. Können zukünftige Entwicklungen gänzlich ohne jegliches utopisches Gedankengut gestaltet werden? Benötigen Stadtplanung und Stadtentwicklung nicht auch Utopien?Wer auch immer über solche Fragen nachdenkt und nicht auf visionäre Ideen verzichten mag, wird der Aussage zustimmen, dass Stadtentwicklung mehr bedeutet als nur Perspektiven für Wirtschaft, Arbeit oder Wohnen zu entwerfen. Denn sind es nicht letztlich und vor allem Visionen im Bereich von Kunst und Kultur, die eine Stadt erst lebens- und liebenswert machen?

Was aber hat das jetzt mit Paderborn zu tun?

Mit der Eröffnung des Stadtmuseums ist die Neuordnung der Museen und Galerien in Paderborn vorläufig abgeschlossen. Nicht nur wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten sehen aber in den Konversionsflächen eine neue Gelegenheit für die Weiterentwicklung des Kulturstandortes Paderborn. Bereits auf dem Alanbrooke-Gelände gibt es nämlich die Chance, neue, visionäre Konzepte umzusetzen. Hier soll ein lebendiges und attraktives innerstädtisches Quartier entstehen, das Wohnen und Arbeiten miteinander verbindet. Diese denkmalgeschützten Gebäude sind bestens geeignet, kultur- und kreativwirtschaftliche Aktivitäten in unserer Stadt zu berücksichtigen und in die weiteren Planungen einzubeziehen.

Ein Kunst- und Kultur-Quartier – wie soll das aussehen?

Die geplanten großzügigen Freiflächen im Nordteil des Geländes sind prädestiniert dafür, zeitgenössische Kunst im öffentlichen Raum auszustellen. Vonseiten der kreativwirtschaftlichen Akteure gibt es ein hohes Interesse, den denkmalgeschützten Teil des Quartiers zum Kristallisationspunkt eines Zentrums für Kultur und Kreativwirtschaft umzugestalten. Mit der Umnutzung der ehemaligen Kasernengebäude ließe sich das richtige Ambiente für Kulturprojekte, junge Kreative, Start-ups sowie ein Standort für den Kunstverein schaffen. Die Kulturschaffenden der Stadt würden nicht nur verbesserte Kooperationsmöglichkeiten vorfinden, sondern auch von einer gemeinsamen Infrastruktur profitieren.

Wie kann das realisiert werden?

Die Idee zur Schaffung eines solchen Quartiers hat auch für uns Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten sehr viel Charme. Bei aller Begeisterung für die sich bietenden Chancen – eine konkrete Umsetzung dieser Vision erweist sich als nicht unproblematisch. Während die Kulturszene und die Kreativwirtschaft sicherlich angetan sind von einem solchen Quartier und sich sozial-verträgliche Mieten für Ateliers, Proben- und Büroräume, kulturelle Ausstellungs- und Veranstaltungsräume sowie ein gastronomisches Angebot im neuen Wohnquartier versprechen, ist zu klären, wie ein tragfähiges betriebswirtschaftliches Konzept aussehen kann.

Dazu gehört auch zu klären, wie viel Finanzmittel die Stadt bereit ist für ein solches Projekt aufzubringen. Zu diesem Zweck ist aber auch der Umfang der Nutzfläche zu ermitteln, eine Raumbedarfsanalyse vorzulegen und letztlich ein Nutzungs- und ein Betreibermodell zu entwickeln. Schauen wir mal, was daraus wird. Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten stehen an der Seite der Kultur- und Kreativwirtschaft. Damit aus einer Vision Wirklichkeit wird. Und am Ende keiner zum Arzt gehen muss.

Und plötzlich ist alles anders

, ,

Ihr schönes Leben verändert sich

Katharina und Christian mögen ihr gemeinsames Leben. Gerne sind die beiden unterwegs, ziehen um die Häuser Paderborns, treffen Freunde und Familie. Ihnen mangelt es an nichts. Sie haben eine schöne, geräumige Wohnung im Riemekeviertel, dem Kreuzberg Paderborns.

Gerne fahren sie mindestens einmal im Jahr in den Urlaub und lernen bei ihren kleinen Weltendeckungen neue Städte kennen. Nicht umsonst erinnern die beiden sich sehr gerne an ihre Reise im vergangenen Jahr nach Belgien und Frankreich. Und wenn Corona nicht alles anders machen würde, wären sie in diesem Jahr bestimmt bereits auf dem ein oder anderen Konzert gewesen.

Alles hätte für Katharina und Christian gerne so weitergehen dürfen. Doch von jetzt auf gleich änderte sich ihr Leben, als sie erfuhren, dass sie Eltern werden. Sie freuen sich sehr darauf, bald zu dritt zu sein. Aber sie merken auch, dass ihr geliebtes Riemekeviertel doch mehr Kreuzberg ist, als sie bisher dachten. Sicher, sie brauchen nicht sofort eine neue Wohnung. Aber ihre Wohnung ist von ihrem Zuschnitt her einfach nicht auf ein Kleinkind ausgerichtet. Und ob sich die Nachbarn auch über Babygeschrei freuen, bezweifeln sie ein wenig.

Nach der Freude kam der Schock

Also suchen Katharina und Christian in ihrem Riemekeviertel nach einer Vier-Zimmer-Wohnung. Ihr Kind soll schließlich ein eigenes Zimmer haben. Zudem wäre neben dem Schlafzimmer und dem Wohnzimmer ein Arbeitszimmer wünschenswert. Schließlich ist Home-Office mit einem Kleinkind noch ein größeres Thema. Sie erschraken, als sie sahen, dass eine Wohnung nach ihren Wünschen oftmals über 1.000 € Kaltmiete kostet.

1.000 € Kaltmiete wird für die beiden mit sehr viel Mühe und noch mehr Einschränkungen irgendwie zu stemmen sein. Sicherlich nicht ganz einfach zu dritt. Hatten sie sich nicht durch Studium und sichere Arbeitsplätze eigentlich der aufstrebenden Mittelschicht zugehörig gefühlt? Ist es dann wirklich eine gute Entscheidung, ein Kind auf die Welt bringen zu wollen und es dann noch im Zentrum von Paderborn großzuziehen? Bei solchen Mietpreisen? Sie wollen ihrem Kind schließlich auch etwas bieten. Obwohl sie sich freuen, Eltern zu werden, zweifeln sie doch ein wenig.

Liebe Katharina, lieber Christian,

erst einmal unseren herzlichen Glückwunsch. Wir von der SPD wünschen euch alles Gute. Ein Kind großzuziehen, ist etwas Wunderbares und Einmaliges. Von daher: Es ist eine gute Entscheidung, Eltern zu werden. Ihr werdet es nicht bereuen. Und vielleicht gefällt es euch ja und euer Kind bekommt mindestens noch ein weiteres Geschwisterchen. Trotzdem verstehen wir eure Sorgen nur zu gut.

Bezahlbares Wohnen in Paderborn bleibt unsere Herzensangelegenheit

Schließlich zeigen alle Analysen zum Paderborner Wohnungsmarkt, dass bezahlbarer Wohnraum in Paderborn knapp ist. Selbst für besserverdienende Bevölkerungsgruppen ist der frei finanzierte Miet- und Eigentumswohnungsbau kaum noch bezahlbar. Aus Sicht der SPD sind diese eklatanten Probleme auch das Ergebnis einer langjährig verfehlten Wohnungspolitik in unserer Stadt unter Führung der CDU. Erst auf Initiative der SPD ist es in 2018 gelungen, eine kommunale Wohnungsgesellschaft auf dem Gelände der früheren Alanbrooke-Kaserne zu gründen. Damit ist eine breite Offensive für geförderten Wohnungsbau zur Dämpfung der Mietpreise in Paderborn verbunden.

Dennoch brauchen wir für Paderborn auch nach der Gründung der Wohnungsgesellschaft weiterhin einen grundsätzlichen Ausbau der städtischen Wohnungsbaupolitik. Deshalb favorisieren wir auf dem Gelände der früheren Kasernen die Schaffung weiteren bezahlbaren Wohnraums. Beim Ausbau der Wohnungsgesellschaft darf nicht vergessen werden: Grund und Boden sind nicht beliebig vermehrbar.

Um bezahlbares Wohnen auf kommunaler Ebene weiter zu stärken, fordern wir für Paderborn aus guten Gründen:

  • die Vergabe von städtischen Grundstücken im Erbbaurecht,
  • eine offensivere Durchsetzung von Bebauungsgeboten sowie
  •  eine stärkere Bodenvorratspolitik der Stadt.

Bezahlbarer Wohnraum bleibt unsere Herzensangelegenheit für ein gerechteres Paderborn. Dies wird die zentrale soziale Aufgabe des kommenden Jahrzehnts. Katharina und Christian, ihr könnt auf uns zählen!

Von Neuenbeken nach Elsen – eine Weltreise?

,

Das Theaterstück war ein wunderbares Erlebnis, wie jedes Jahr an drei Tagen von der Laienspielgruppe in Neuenbeken dargeboten, aufgeführt im Kloster dieses schönen Stadtteils. Das Einstudieren des Stücks, die vielen Proben haben sich gelohnt. Mancher Abend mit spätem Ende, aber der Applaus belohnt an allen drei Tagen.

Wenn nur das frühe Aufstehen am nächsten Tag nicht wäre. So ohne Auto, immer auf den Bus angewiesen. Eine gefühlte Weltreise. Mit dem Auto wären es 15 Minuten bis zur Arbeit am anderen Ende der Stadt in Elsen. Ein Umzug? Unvorstellbar. Neben der Laienspielgruppe lebt schließlich die Familie in Neuenbeken. Ganz zu schweigen von den Freunden und Bekannten im Schützenverein.

Eine Weltreise kann 40 Minuten dauern

Aber es ist, wie es ist. Mit dem Bus sind es nun mal 40 Minuten, mindestens. Und wenn viel Verkehr ist, kann es auch schon mal etwas länger dauern. Um nicht zu spät zu kommen, wird immer öfter auch mal ein früherer Bus genommen. Schließlich mag die Chefin Verspätungen überhaupt nicht. Im Lebensmitteleinzelhandel kommt es auf Verlässlichkeit an. Und abends? Manchmal gelingt das Aufräumen nicht so schnell. Oder ein Kunde wird und wird einfach nicht fertig mit seinem Einkauf. Warum sich aufregen? Viele Menschen müssen schließlich auch lange arbeiten und können erst im Anschluss einkaufen.

Was muss sich ändern, damit man nicht nur von Neuenbeken aus in Elsen pünktlich ankommt, sondern überall im Paderborner Stadtgebiet? Und das natürlich spätabends und frühmorgens.

Daher: Busse zu jeder Zeit

In den ungünstigen Zeiten, und diese sind für viele Menschen immer öfter in ihrem Beruf normal, wird es einen Abrufservice geben. Bus-on-Demand, so nennt man das in der Fachsprache. Wie geht das? Ganz einfach, per Telefon wird ein Fahrzeug bestellt. Ähnlich wie beim Taxi, nur hier gilt der Tarif des PaderSprinters. Gerade besonders früh und besonders spät nehmen nämlich viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihren täglichen Weg zur Arbeit auf sich. Auch sie haben sowohl um 5 Uhr morgens als auch um 22:30 Uhr eine bequeme und kostengünstige Nutzung des Busses verdient. Dafür setzen wir uns ein.

Mit uns gelingt die moderne Verkehrswende

Für viele Menschen in unserer Gesellschaft ist es schwierig, ein Auto zu unterhalten. Verstärkt durch die Diskussionen um den Klimawandel ist zudem das eigene Auto auch nicht mehr das Statussymbol vergangener Zeiten. Und hier sehen wir weitere Chancen, den ÖPNV in unserer Stadt noch attraktiver zu gestalten. Die Pünktlichkeit der Busse lässt sich dabei aus unserer Sicht sicherlich noch weiter optimieren. Damit auch Sie bequem von A nach B in unserer Stadt gelangen, setzen wir uns für den Bau weiterer Busspuren im Stadtgebiet ein. Bei der Modernisierung der Straßen können wir uns auch gut noch eine weitere Spur für Radfahrerinnen und Radfahrer vorstellen.

Dies wäre für die Paderborner SPD ein sinnvoller Beitrag zu einer notwendigen Verkehrswende, die zu einem modernen Paderborn mit einem digitalen Nahverkehr führt!