Ein streitbarer Visionär mit Herz geht viel zu früh

SPD-Fraktion und Ortsverein trauern um Milan Nitzschke

 Schockiert und tief betroffen reagiert die Paderborner SPD auf den Tod ihres langjährigen Mitglieds Milan Nitzschke. „Milan war ein feiner Kerl, ein Visionär, der sich mit Herzblut für seine Sache einsetzte“, so der Fraktions- und Ortsvereinsvorsitzende Roger Voigtländer. Er selbst kannte Nitzschke seit dem gemeinsamen Studium. „Er konnte mit seinem Humor und seiner Herzlichkeit mitreißen und für eine Sache begeistern. Zusammen mit seiner großen Expertise machte ihn das zu einem Vorreiter und Kämpfer für Erneuerbare Energien.“

Nitzschke gehörte für die SPD dem Rat der Stadt Paderborn an und war zeitweise auch stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Er wirkte unter anderem im Bau- und Planungsausschuss und im Kulturausschuss mit. Am 29. Februar 2008 gab er sein Mandat auf. „Milan hat sich stets für ein gutes Miteinander eingesetzt. Auch wenn er sich in den vergangenen Jahren nicht mehr aktiv am Parteileben beteiligte, wird er denen, die ihn kennenlernen durften, sehr fehlen. Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie“, erklärt Voigtländer abschließend.

SPD-Fraktion stellt Anfrage an den Bauausschuss

„Tiny Houses erleben in den vergangenen Jahren als alternative Wohnform eine große Nachfrage. Die kleinen Wohneinheiten bieten mit geringem Platzbedarf die Möglichkeit, kostengünstig und mit geringem Energieverbrauch zu wohnen. Das ist für ältere Menschen, die sich verkleinern möchten, ebenso interessant wie für junge Leute, die sich so nachhaltig und kostengünstig eigenen Wohnraum leisten können“, heißt es in der Begründung zur Anfrage der SPD-Fraktion zur nächsten Bauausschusssitzung. Tiny Houses könnten eine interessante Alternative zum klassischen Wohnungsbau darstellen, finden die Sozialdemokraten und richten daher mehrere Fragen an die Verwaltung.

Unter anderem wollen sie wissen, ob es bereits Interessensbekundungen oder Bauvoranfragen gegeben hat, an welchen Stellen die Verwaltung die Errichtung von Tiny Houses für denkbar hält und unter welchen Bedingungen die Errichtung einer Mustersiedlung möglich wäre.

Ratsherr Michael Deppe erklärt: „Die Nachhaltigkeitsstrategie, die wir am 10.04.2025 im Rat beschlossen haben, nennt Tiny Houses als innovative Wohnform. Dort heißt es, die Gegebenheiten werden geprüft. Im Memorandum Innenstadt wird tiny living als neues Wohnkonzept ebenfalls in Betracht gezogen, auch im Masterplan des Zukunftsquartiers tauchen Tiny Houses auf. Um bei diesem Thema einen Schritt weiterzukommen, möchten wir das Thema ins Bewusstsein rufen. Die SPD hält Tiny Houses für eine prüfenswerte Option, bezahlbaren und ressourcenschonenden Wohnraum zu schaffen.“

 

Hier finden Sie unsere Anfrage an den Bauausschuss.

SPD-Fraktion stellt Prüfantrag zur Nutzung von Open Source-Software

Als einen „Startschuss“ versteht die SPD-Fraktion ihren Antrag an den Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Paderborn. Die Sozialdemokraten möchten die Verwaltung Möglichkeiten zum Umstieg von teuren Lizenzprodukten auf Open Source-Software prüfen lassen. „Der Einsatz teurer Betriebssysteme und Softwareprodukte lässt die Kosten seit Jahren steigen, die Abhängigkeit von Microsoft und Co. wird größer, die Anfälligkeit im Bereich Cybersicherheit ebenfalls“, erklärt Ratsherr Ulrich Koch die Beweggründe.

Am Ende der Prüfung solle ein Fahrplan für die Umstellung der IT-Infrastruktur stehen, heißt es in dem Antrag. „Wir sind uns bewusst, dass eine mögliche Transformation auf Open Source-Nutzung Anstrengungen und Einarbeitungen erfordert, sehen aber auch ein deutliches Einsparpotenzial bei den momentanen Lizenzkosten in Millionenhöhe“, so Koch.

Der Antrag der SPD-Fraktion beinhaltet unter anderem Fragen zu den eingesetzten Betriebssystemen und den Kosten für den (erweiterten und deutlich teureren) Support bei der Verwendung von noch bestehenden Windows 10 Systemen, zur Nutzung von Office-Produkten und möglichem Ersatz durch freie Bürosoftware. Zudem wollen die Sozialdemokraten die Verwaltung auffordern, erste Gespräch zu Fachverfahren mit der OWL-IT und Kommunen zu führen, die bereits umgestellt haben. „Anders als in NRW hat die CDU-geführte Landesregierung Schleswig-Holstein den Beschluss gefasst, die Landes-IT auf openSource umzustellen. Daher ist Schleswig-Holstein, neben dem Bundesministerium für Digitales, wichtiger Ansprechpartner für eine umfassende Neuorientierung der IT.“ Der Prüfauftrag beziehe sich zwar auf die kommunale IT-Infrastruktur, aber für die Kreiskommunen wie auch für den Kreisverwaltung könnten sich daraus vielleicht Impulse in Bezug auf Kostensenkungen und Unabhängigkeit ergeben, so Koch abschließend.

 

 

Hier finden Sie unseren Antrag zum Thema.

Erst unsere Jobs, dann Eure Profite!

Gemeinsam mit den Gewerkschaften gehen wir am 1. Mai wieder auf die Straße! Seid dabei! Um 10 Uhr beginnt der Demonstrationszug am Rathausplatz, um 11 Uhr die Kundgebung im Riemekepark. Wir haben dem DGB wie in jedem Jahr unsere Solidarität erklärt.

Hier findet Ihr die Solidaritätsadresse von SPD-Ortsverein und SPD-Stadtratsfraktion an den DGB und hier gibt’s das Plakat des DGB.

SPD-Fraktion hat viele Fragen zur Sanierung

„Die Mitteilung, dass Paderborn bei der ersten Fördertranche für die kommunalen Sportstätten nicht berücksichtigt wurde, trifft uns hart zu einem überaus schlechten Zeitpunkt“, erklärt Roger Voigtländer, Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion. In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass die Stadt bei der ersten Förderrunde leer ausgeht. Angesichts der angekündigten Haushaltssicherung ergeben sich daraus für die SPD-Fraktion einige Fragen, die sie für die Ausschusssitzung des GMP am Mittwoch, 29. April, eingebracht hat.

„Wir wollen unter anderem wissen, wann mit einer Entscheidung über die zweite Fördertranche zu rechnen ist und welche Auswirkungen die Nichtberücksichtigung auf Zeit- und Kostenplanung der Verwaltung hat. Auch wenn es sich um eine überwiegend investive Maßnahme handeln wird, wäre eine Realisierung ohne Fördermittel schwierig“, befürchtet Voigtländer.

Außerdem sei es der SPD-Fraktion wichtig, dass besonders die Nutzergruppen frühzeitig über den Beginn der Maßnahmen informiert werden und Ausweichmöglichkeiten zur Verfügung gestellt bekommen. Auch darauf zielt die Anfrage der SPD ab. „Wir hoffen, dass die nutzenden Vereine Unterstützung bei der Suche nach Ausweichmöglichkeiten bekommen und ihren Trainings- und Spielbetrieb so weiterführen können wie gewünscht“, so der Fraktionsvorsitzende Voigtländer abschließend.

 

Hier finden Sie unsere Anfrage.

In seiner Sitzung vom 23. April hat der Rat der Stadt Paderborn endlich den Haushalt für 2026 beschlossen. Es liegen lange Verhandlungen hinter uns, in denen wir um einige Mittel und Maßnahmen kämpfen mussten. Wir haben einen in unseren Augen guten Kompromiss erzielt. Natürlich konnten auch wir nicht alles durchsetzen, was wir uns gewünscht hätten. Doch wir sind der Ansicht, dass in einer schwierigen Lage jede demokratische Partei in der Verantwortung steht, kompromissbereit zu sein und an Lösungen mitzuarbeiten. In diesem Sinn sind wir froh, dass alle Gesprächspartner sich noch „in die Augen schauen können“ und die Stadt handlungsfähig bleibt. Eines sei dazu noch gesagt: es gibt kein dauerhaftes Bündnis zwischen irgendwelchen Fraktionen im Paderborner Rat. Wir haben in der Sache – den Haushaltsberatungen – konstruktiv zusammen gearbeitet. Wir wollen auch weiterhin konstruktiv und verantwortungsvoll mitarbeiten – doch dabei werden wir stets unsere Themen im Fokus behalten. Wenn es in den nächsten Haushaltsberatungen – dann reden wir auch über das Haushaltssicherungskonzept – ans Eingemachte geht, werden wir wieder schwierige Verhandlungen führen müssen – mit offenem Ausgang! Aber wir sehen uns in der Pflicht, mitzuwirken – auch, damit nicht die AfD zur Mehrheitsbeschafferin wird!

Hier finden Sie die Stellungnahme unseres Fraktionsvorsitzenden Roger Voigtländer zum Haushalt.

 

 

Sportfreunde Blau-Weiß Paderborn  – Osterfeuer am Monte Scherbelino

Am Ostersonntag hatte ich die Ehre, gemeinsam mit Nadine Massey, Ratskollegin der Linksfraktion, und dem Vereinspräsidenten der Sportfreunde Blau-Weiß, Thomas Schäfers das Osterfeuer zu entzünden.

Eine schöne Tradition in den Ortsteilen unserer Stadt.

Herzlichen Dank an das Organisationsteam der Sportfreunde Blau-Weiß-

v.l. Nadine Massey, Thomas Fischer, Roger Voigtländer

 

Rote Ostereier

Der SPD-Ortsverein wird am Ostersamstag wieder in der Innenstadt mit einem Stand vertreten sein. Am Zugang zum Franz-Stock-Platz verteilen Genossinnen und Genossen wieder rote Ostereier. Wie immer ein Anlass, um mit den Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt ins Gespräch zu kommen, sprechen Sie uns an.

Die SPD in Paderborn wünscht allen ein schönes Osterfest im Kreis ihrer Familie und Freunden.

Allen Teilnehmern beim Paderborner Osterlauf wünschen wir viel Erfolg und Spaß beim Laufen.

 

 

SPD-Fraktion äußert sich zur Missbrauchsstudie

Wir begrüßen, dass die Aufarbeitung der Missbrauchsfälle im Erzbistum Paderborn nun in eine entscheidende Phase kommt. Endlich liegen öffentliche Daten vor, die den Betroffenen zeigen: Sie werden gehört. Die Jahre des Schweigens und Ignorierens sind vorbei. Jene Strukturen, die diese schrecklichen Ereignisse ermöglicht haben, werden sichtbar und daraus sind Lehren zu ziehen. Eine zweite Studie mit aktuelleren Ereignissen, die größtenteils noch nicht verjährt sind, soll bedauerlicherweise erst 2027 veröffentlicht werden. Hieraus ergeben sich vermutlich strafrechtlich relevante Aspekte. Es ist wichtig, dass diese konsequent verfolgt werden.

Die Kirche muss sich an ihren eigenen Maßstäben messen lassen. Das Gebot der Nächstenliebe, Respekt, Hilfe und Barmherzigkeit sind darin angelegt. Jede Christin / jeder Christ sollte sich daran halten. Die Menschen fordern das zu Recht von ihren kirchlichen Würdenträgern ein. Unglaubliche Taten fanden unter dem Deckmantel der Geistlichkeit statt. Die Täter haben das Vertrauen der Menschen in die Institution Kirche missbraucht und sind zugleich von derselben geschützt worden. Alle Katholiken erwarten nun, dass schamlose Lügen und Vertuschungen ihrer Kirche lückenlos aufgeklärt werden. Sie muss Vertrauen zurückgewinnen, sie muss ihre bekundete Aufrichtigkeit unter Beweis stellen.

Nicht nur Kriegs- und Krisenzeiten, in denen Menschen Hoffnung suchen – und viele tun dies im Glauben – ist es dramatisch, wenn eine Institution wie die katholische Kirche sich selbst beschädigt: zum einen durch das Fehlverhalten ihres Personals, zum anderen durch mangelnde Ehrlichkeit. Den damit verbundenen Vertrauensverlust konnte die katholische Kirche in den vergangenen Jahren in Zahlen messen: Allein 2024 gab es 17.184 Kirchenaustritte im Erzbistum Paderborn. Menschen brauchen Hoffnung und Stabilität. Für viele bietet ihre Kirche das nicht mehr. Es ist wichtig, dass die Fehler der älteren und der jüngeren Vergangenheit ehrlich und schonungslos aufgedeckt werden.

Wir werden uns in der Kommunalpolitik intensiv mit der Umbenennung des Kardinal-Degenhardt-Platzes und der Kardinal-Jäger-Straße befassen. Um Kardinal Jäger haben wir die Diskussion bereits mehrfach im Rat geführt, auch angesichts seiner unklaren Rolle in der NS-Zeit. Die SPD hat sich für eine historische Einordnung ausgesprochen, zumal eine Neubenennung mit Kosten für die Anwohner und Anwohner verbunden ist. In der Vergangenheit hat die Stadt allerdings Zuschüsse in solchen Fällen gezahlt. Damals ging es um die Rolle des Nationalsozialisten Karl Wagenfeld. Wir sind überzeugt: Bereits die nachgewiesene indirekte Täterschaft der beiden Paderborner Geistlichen hat im Stadtbild nichts zu suchen. Beide Benennungen – einst als Ehrung verstanden – müssen deshalb verschwinden. Es ist mit unserem Verständnis von Menschenwürde nicht vereinbar, dass Menschen mit einer Haltung, wie diese beiden Vertreter ihrer Kirche sie zeigten, eine Anerkennung im öffentlichen Raum erhalten. Auch eine klare Distanzierung des heutigen Rates von der 1955 verliehenen Ehrenbürgerwürde des Kardinals Jäger halten wir nun für absolut erforderlich!

In ihrem Wahlprogramm für die Kommunalwahl hatte die SPD Paderborn die Barrierefreiheit zu einem Schwerpunktthemen gemacht. Mit ihrem Antrag im Ausschuss für Soziales, Senioren und Inklusion startet sie nun eine Initiative für die Schaffung von mehr rollstuhlgerechten Toiletten im Gastgewerbe.

Menschen mit Handicap ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen, bedeutet für die SPD Paderborn, ihnen zu ermöglichen, ihre Zeit mit ihrer Familie, ihren Freunden oder allein mit nur wenigen Einschränkungen gestalten zu können.

„Gerade Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, müssen immer wieder feststellen, dass es im Gastgewerbe zwar zunehmend barrierefreie Zugangsmöglichkeiten gibt, sich allerdings in nur wenigen Lokalitäten rollstuhlgerechte Toiletten finden. Kurzum: eine barrierefrei zugängliche Gastronomie mit Toiletten, die nur über Stufen erreicht werden können, bleibt für sie ein No-Go“, erklärt SPD-Ratsherr Dr. Jürgen Olschewski, der den Antrag im Sozialausschuss einbringen wird.

Konkret beantragt die SPD-Fraktion Paderborn, die Möglichkeiten der Unterstützung neu entstehender rollstuhlgerechter Toiletten im Gastgewerbe zu prüfen. Hierzu wird die Verwaltung beauftragt, bei den Gastronomiebetrieben abzufragen, wo sich bereits DIN- und rollstuhlgerechte Toiletten befinden und – falls diese nicht bzw. noch nicht vorhanden sind – welche Rahmenbedingungen die Schaffung rollstuhlgerechter Toiletten erleichtern könnten.

„Hier wäre beispielsweise an eine Minderung der Gebühren für eine beabsichtigte Außengastronomie zu denken, wenn im Rahmen von Neueröffnungen oder bei Sanierungen von Restaurants, Cafés, Bäckereien und Kneipen eine barrierefreie Toilette entsteht. Auch Betriebe, die bereits heute diese Toiletten vorhalten, könnten von der Regelung profitieren, da in rollstuhlgerechten Toiletten oft ein klappbarer Wickeltisch angebracht wird, trägt dies darüber hinaus zur Familienfreundlichkeit bei“, so Olschewski.

 

Hier finden Sie unseren Antrag.