Keine Kürzungen bei der sozialen Unterstützung – SPD-Fraktion zur Haushaltssituation der Stadt Paderborn

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Zur heute bekannt gegebenen Haushaltssituation der Stadt Paderborn äußert sich die SPDFraktion wie folgt:


„Nach den Entwicklungen der letzten Jahre und Monate, insbesondere durch die strukturelle Unterfinanzierung der Kommunen durch Land und Bund sowie immer neue Aufgabenzuweisungen, kommt es nicht überraschend, dass der Paderborner Haushalt 2024 ein enormes Defizit aufweist. CoronaFolgen, UkraineKrise, steigende Inflation und höhere Personalausgaben schlagen massiv zu Buche.
Viele Kosten sind nicht vermeidbar und liegen nicht im Handlungsspielraum der Stadt Paderborn, beispielsweise die gestiegene Kreisumlage, Kosten für Transferleistungen etc. Dennoch müssen wir genau schauen, wie die Haushaltssicherung nun vermieden werden kann. Dass die Verwaltungsspitze nun alle Einheiten der Stadtverwaltung in die Pflicht nimmt, Einsparpotenziale aufzuzeigen, ist der richtige Weg, denn sie können am besten entscheiden, wo die Möglichkeiten zur Kostenreduzierung liegen. Ebenso begrüßen wir, dass die 300.000 Euro zur Überarbeitung der Imagekampagne direkt gestrichen wurden, denn diese Maßnahme ist angesichts der aktuellen Lage nicht angebracht.
Wir werden nun abwarten müssen, welche Vorschläge aus der Verwaltung kommen und in welchen Bereichen massiv gekürzt werden soll. Ganz klar ist für uns: die Kürzungen dürfen nicht im sozialen Bereich erfolgen. Die Menschen, die Hilfe brauchen, sollen sie bekommen. Denn gewähren wir die wirklich notwendige Unterstützung, z.B. in der Familien und Jugendhilfe, nicht, werden die Folgekosten menschlich wie finanziell viel gravierender sein.“


gez. F. Henze, B. RöttgerLiepmann, M.
Pantke