SPD- Fraktion: Wie stehts um die Selbsthilfebefähigung?

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SPD- Fraktion: Wie stehts um die Selbsthilfebefähigung?

 

Stellen Sie sich folgendes Szenario einmal vor: Nach einer Naturkatastrophe, nehmen wir mal ein Starkregenereignis an, sind die Straßen überflutet, das Wasser steht bis unter die Decke des Erdgeschosses, Bäche verwandeln sich in reißende Fluten, Autos, LKW, sogar ganze Häuser werden von den Fluten mitgerissen. Die Stromversorgung und die Telefonverbindungen brechen zusammen, die Versorgung mit Lebensmitteln, medizinischer Versorgung und fließendem Wasser funktionieren nicht mehr. So oder so ähnlich könnte es auch in Paderborn passieren. Man denke an die Heinrichsflut von 1965 oder den Tornado von 2022. Diese Gefahr ist nicht abstrakt, niemand weiß, wann es erneut zu einer Katastrophe kommt.

Das ist doch kein Problem, mag man da denken. In einem der hochentwickeltsten Ländern der Welt gibt es eine bestens ausgerüstete Feuerwehr  den und Katastrophenschutz mit seinem professionellen Equipment. Die werden schon helfen. Der Gedanke ist grundsätzlich richtig, mit einer kleinen Einschränkung: Selbst die Profis benötigen eine Vorlaufzeit bis zum Eintreffen bei den Betroffenen. Denn auch sie haben mit den Folgen der Katastrophe zu kämpfen und müssen sich mühsam den Weg bahnen. Dieses Zeitfenster gilt es zu überbrücken! Dafür kann und sollte Jede und Jeder selbst Vorsorge treffen. Dabei helfen gut aufgestellte Pläne, die leider nur selten bekannt sind. Was bringen die besten Pläne, wenn sie niemand kennt?

Deshalb hat die SPD-Stadtratsfraktion einen Antrag im Rat der Stadt Paderborn gestellt, um jene Pläne und Anlaufstellen bei den Bürgerinnen und Bürgern bekannt zu machen. Es geht vor allem um die Überbrückung der ersten Phase nach einem Ereignis, bis professionelle Hilfe mit Rat und Tat vor Ort eintrifft.

Antragsteller Michael Deppe: „Prävention war und ist den Paderborner Sozialdemokraten schon immer wichtig. Gerade bei einschneidenden Ereignissen ist gute Vorsorge das A und O.“

 

Hier finden Sie unseren Antrag.

Paderborn – Sicher. Für alle

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Mehr Hilfe. Mehr Schutz. Klare Haltung.

Die SPD Paderborn betont die Bedeutung einer sachorientierten Ordnungspolitik zur Gewährleistung von Sicherheit im öffentlichen Raum. Obwohl Paderborn im Landesvergleich als relativ unauffällig gilt, bestehen auch hier Herausforderungen wie Angsträume, Gewaltvorfälle und Drogenproblematiken. Dabei wird kritisiert, dass Einzeltaten häufig politisch instrumentalisiert und ganze Bevölkerungsgruppen diffamiert werden – was nachhaltige Lösungen erschwert.

Die Stadt begegnet diesen Herausforderungen unter anderem mit dem „Büro für Ordnung, Schutz und Sicherheit“ (B.O.S.S.), das Polizei und Ordnungsamt in gemeinsamen Maßnahmen wie Streifengängen bündelt. Ziel ist es, sowohl die objektive Sicherheitslage als auch das subjektive Sicherheitsempfinden zu verbessern – bei Großveranstaltungen wie im Alltag. Angsträume entstehen dabei häufig durch bauliche Mängel oder wiederholte Delikte wie Raub und Körperverletzung. Auch Suchtproblematiken im öffentlichen Raum wirken sich negativ auf das Sicherheitsgefühl aus, wobei Verdrängungsmaßnahmen meist wirkungslos bleiben.

Maßnahmen wie Videoüberwachung werden von der SPD mit Skepsis betrachtet. Zwar könne sie bei der Aufklärung helfen und abschreckend wirken, doch stelle sie keinen Ersatz für umfassendere Ansätze dar – insbesondere im Hinblick auf Datenschutz, Wirksamkeit und Aufwand. Statt symbolpolitischer Maßnahmen fordert die SPD pragmatische und nachhaltige Lösungen.

Dazu zählt die bessere personelle und finanzielle Ausstattung sozialer Hilfsangebote sowie die Einrichtung eines Drogenkonsumraums, um den Konsum harter Drogen in ein kontrolliertes Umfeld zu verlagern. Besonders im Fokus steht auch der Schutz vor häuslicher Gewalt – vorrangig gegen Frauen und Kinder – durch Ausbau bestehender Unterstützungsstrukturen wie dem Frauenhaus und Beratungsstellen.

Pauschale Urteile über geflüchtete Menschen, insbesondere unbegleitete Minderjährige, lehnt die SPD ab. Stattdessen setzt sie auf Differenzierung und betont deren Potenzial. Zudem engagiert sich die Partei für einen umfassenden Bevölkerungsschutz mit Maßnahmen wie dem Neubau eines Schutzzentrums, Stärkung der Selbsthilfefähigkeit der Bürger sowie guter Ausstattung von Feuerwehr und Rettungsdiensten.

Unsere Forderungen

  • bessere personelle und finanzielle Ausstattung sozialer Hilfsangebote
  • Einrichtung eines Drogenkonsumraums, um den Konsum harter Drogen in ein kontrolliertes Umfeld zu verlagern
  • Schutz vor häuslicher Gewalt – vorrangig gegen Frauen und Kinder – durch Ausbau bestehender Unterstützungsstrukturen wie dem Frauenhaus und Beratungsstellen