Mitwirkung der Jugend festschreiben
SPD-Fraktion begrüßt Anpassung an die Gemeindeordnung
Eigentlich ist es eine reine Formalie. „Aber es ist uns wichtig, dass diese dann auch umgesetzt wird“, sagt Roger Voigtländer, SPD-Fraktionsvorsitzender im Rat der Stadt Paderborn, zu einem Antrag seiner Fraktion. Für die Ratssitzung am kommenden Donnerstag, 5. Februar, hatte die SPD-Fraktion eine Anpassung der Geschäftsordnung des Rates und seiner Ausschüsse beantragt. Ziel der Sozialdemokraten war es, die Mitwirkung des Stadtjugendrates an Themen, die die Jugend betreffen, festzuschreiben.
„Die überarbeitete Gemeindeordnung für das Land NRW sieht das vor. Wenn eine Jugendvertretung gebildet wird, sollen unter anderem ein Rederecht, ein Anhörungsrecht und ein Anregungsrecht vorgesehen werden“, erklärt Roger Voigtländer. „Auch wenn unser Stadtjugendrat gut aufgestellt ist und eine starke Stimme hat, möchten wir die Mitwirkungsmöglichkeiten, die ihm zustehen, in den formalen Rahmen unserer Gremienarbeit aufnehmen.“
Da die Verwaltung nun zur Ratssitzung eine überarbeitete Fassung der Geschäftsordnung, die die geforderten Änderungen enthält, zur Abstimmung stellt, wird die SPD-Fraktion ihren Antrag zurückziehen. „Wir begrüßen, dass die Verwaltung die Anpassung an die Gemeindeordnung erarbeitet hat und neben der Mitwirkung des Stadtjugendrates noch einige weitere gute Regelungen für die Arbeit im Rat und den Ausschüssen vorschlägt. Unter anderem halten wir angesichts des Tons, den manche Vertreter in den städtischen Gremien anschlagen, die verschärften Möglichkeiten, Mitglieder zur Ordnung zu rufen, für sinnvoll. Die SPD wird der Verwaltungsvorlage uneingeschränkt zustimmen“, erklärt Voigtländer.
